Zeitreise
„Zeitreise“ ist ein Lied über Krieg, Wiederholung und die Unfähigkeit der Menschheit, aus der Geschichte zu lernen. Der Text begleitet einen Reisenden, der sich durch Raum und Zeit bewegt und in verschiedenen Epochen Zeuge von Gewalt, Leid und Zerstörung wird. Die Botschaft: Vergangenheit und Zukunft unterscheiden sich kaum voneinander, da die Menschheit immer wieder dieselben Fehler begeht.
Lyrics
Ich steh am Gleis, der Himmel brennt
Ein Strom aus Stahl, der Namen nennt
Ein Schritt, ein Riss – die Welt zerreißt
Und ich fall durch Raum und Zeit
Die Luft schmeckt alt, nach Blut und Rauch
Die Menschen flüstern kaum noch Hauch
Ich hör den Marsch, ich seh das Licht
Doch Menschlichkeit – die gibt es nicht
Ich kam aus einer Zeit,
die euch längst voraus
Doch ihr rennt ins Feuer,
reißt euch selbst heraus
Ich seh nur Angst und Kälte,
verloren, wie im Wahn
Ich komm aus der Zukunft,
doch fühl mich wie im Bann
Ein Junge schreit, ein Mann zerbricht
Ein Grab wird offen, doch nicht schlicht
Die Städte weinen Mauern grau
Und Frauen stehen ohne Schau
Die Uniform – so stolz, so leer
Ein Mensch im Stahl, ein Herz so schwer
Was kämpft ihr hier? Für welchen Thron?
Der Tod ist längst der wahre Lohn
Was ist ein Land, das Kinder frisst?
Ein Reich, das in den Abgrund ist
Ich frage euch, ich fleh euch an:
Was bringt der Krieg dem kleinen Mann?
Ich kam in eure Zeit,
doch ich begreif euch nicht
Ihr nennt das Heldenmut,
ich seh nur ein Gesicht
Das weint in schwarzer Erde,
das niemand wieder kennt
Ich kam, um euch zu warnen –
doch keiner, der’s erkennt
Jetzt steh ich wieder hier,
im Jetzt, im neuen Licht
Die Waffen sind moderner,
doch der Mensch – der ändert sich nicht
Ihr baut Raketen, schickt sie weit
Doch habt aus all dem nichts bereit
Ich hab gesehen, was wirklich zählt –
Und wie Geschichte sich doch quält
Ich steh in eurer Zeit,
doch fühl mich fremd und kalt
Denn Krieg bleibt immer Krieg –
egal wie neu, egal wie alt
Nie wieder...
Hat man gesagt...
Nie wieder...
Und doch...
Immerfort.