Wasser
„Wasser“ ist ein Lied, das aus der Perspektive eines ungeborenen Kindes erzählt wird, das heimlich Zeuge von Gewalt gegen seine Mutter wird.
Lyrics
Ich treib im Dunkel, namenlos
Kein Licht, kein Klang – doch ich hör’ den Stoß
BOOM.
Ein Schlag – durch Wasserwand
Und ich… bin nicht allein.
Ich treib im Dunkel, namenlos
Kein Tag, kein Licht, kein Weg, kein Trost
Ein warmer Schleier hält mich fest
Doch draußen lärmt das kalte Nest
Ein Donnern dringt durch Fleisch und Wand
Ein Schrei – so dumpf – aus fremder Hand
Die Wellen zucken, zittern leis
Sie trifft der Sturm – ich spür den Kreis
Wasser, du schweigst – doch du weißt alles
Du warst dabei – in jedem Fall
Wasser, du trägst – und du vergräbst
Was keiner sah, bleibt ewig schmal
Ich war da… ich hab's gespürt!
(Jede Träne – jeder Schlag…)
Ich war da… ich bin nicht stumm!
(Das bleibt – in mir – als tiefer Riss.)
Ein Schatten wirft sich auf ihr Licht
Ein Mann, ein Fluch, ein kaltes Gesicht
Sie fleht in Lauten, ohne Wort
Doch niemand hört – kein Flucht, kein Ort
Ich wuchs im Kreis aus Schmerz und Klang
Die Zeit war weich – der Druck war lang
Ein kleines Herz, es lernt zu zählen
Ein Hass entsteht in dunklen Höhlen
Wasser, du schweigst – doch du warst Zeuge
Du hast gehört – du hast geteilt
Wasser, du trägst – was keiner sieht
In deinem Schoß bleibt nichts verweilt
Ich war da… ich hab's gespürt!
(Sie fiel – durch ihn – Nacht für Nacht…)
Ich war da… ich werd nicht ruh’n!
(Das lebt – in mir – es wird erwacht.)
Ich schwor mir still – noch ungeboren –
Ein Blick, ein Schnitt – kein Wort verloren
Ich komme… ich erinn’re mich…
Sein Atem war so widerlich
…Ich war da…
Wasser, du fließt – doch ich bleibe
Ein Bild in dir – das nie verweht
Wasser, du wusstest – wer sie war
Du trägst das Kind – das neu ersteht
Ich war da… und ich komm zurück!
(Der Kreis wird schließen – still und klar…)
Ich war da… ich hab gezählt…
(… bis zu dem Tag – an dem er zahlt.)
Du hast geschlagen.
Ich hab es gehört.
Jetzt… hört er mich.