Sandmann
„Sandmann“ greift die vertraute Figur des Schlafbringers auf und entführt sie in eine dunkle, ambivalente Welt. Der Song bewegt sich zwischen Trost und Unbehagen, zwischen Einschlafen und Hingabe. Was als sanfter Übergang in die Ruhe beginnt, verwandelt sich in eine Reise durch Traumlandschaften, in denen Trost und Bedrohung ineinanderfließen.
Lyrics
Es wird dunkel, die Stunde naht,
der Sandmann kommt – so wie er’s tat.
Mit seiner Hand, so grau, so sacht,
streut er den Schlaf in deine Nacht.
Die Augen schwer, der Atem flach,
er nimmt dich mit, er hält die Wacht.
Im Traum entführt er dich so leis,
wo Schatten sind und Bilder kreis’.
Sandmann – komm herein,
Sandmann – streu mir ein.
Sandmann – Traum und Bann,
nimm mich mit, du alter Mann.
Der Sand im Blick, er brennt wie Staub,
doch trägt er dich in Welten auf.
Ein Reich aus Licht, ein Reich aus Qual,
der Schlaf wird süß – der Traum wird fahl.
Er steht am Bett, er sieht dich an,
so geht es seit Jahrhunderten dann.
Die Kinder schlafen, still und klein,
doch wessen Traum wird Wahrheit sein?
Sandmann – komm herein,
Sandmann – streu mir ein.
Sandmann – Traum und Bann,
nimm mich mit, du alter Mann.
Sand im Auge, Tränen schwer,
wer bist du – Freund? Wer bist du – mehr?
Ein Wächter nur, ein kalter Gast,
der Traum, der dich gefangen fasst.
Sandmann – komm herein,
Sandmann – streu mir ein.
Sandmann – Traum und Bann,
nimm mich mit, du alter Mann.