Grimm
GRIMM führt zurück in den dunklen Wald der alten Märchen. An den Ort, an dem die Geschichten der Brüder Grimm entstanden – roh, ungeschliffen und voller Schatten. Lange bevor Märchen zu Kindergeschichten wurden, erzählten sie von Wäldern, in denen Kinder sich verirrten, von Häusern mit trügerischem Licht in den Fenstern und von Wesen, die in der Dunkelheit lauerten. Dieser Song kehrt zu dieser ursprünglichen Atmosphäre zurück. Eine Reise in den Wald alter Geschichten – an den Ort, wo der Weg schmaler wird und die Schatten beginnen. Kein Happy End. Kein Prinz. Nur der Wald, der alles sieht – und nichts vergisst.
Lyrics
Der Wald steht still und atmet kalt
Kein Stern zerbricht das schwarze Halt
Ein Kind allein im Abendrot
Die Schritte zählen bis zum Tod
Moos verschluckt den leisen Schrei
Kein Weg führt hier ins Morgen frei
Ein Ast knackt hart wie ein Gericht
Der Schatten kennt dein Angesicht
Hier zählt kein Name, kein Gebet
Nur wer vergeht, der weitergeht
Grimm
Wo Kinderträume sterben
Grimm
Wo Märchen sich verderben
Kein Prinz erhebt das Morgenlicht
Nur Schuld im bleichen Angesicht
Grimm
Der Wald vergisst dich nicht
Ein Ofen glüht im fremden Haus
Ein Lächeln löscht das Misstraun aus
Doch Zucker schmeckt nach altem Leid
Und Süße trägt kein Geleit
Ein Bruder schwört, er bleibt dir nah
Doch Angst war immer stärker da
Ein Vater hört den Hunger schreien
Und lässt sein Fleisch im Dunkel sein
Kein Engel fällt vom Himmelsrand
Nur kaltes Eisen in der Hand
Grimm
Wo Kinderträume sterben
Grimm
Wo Märchen sich verderben
Kein Kuss durchbricht das Schweigegericht
Nur Splitter im Gesicht
Grimm
Der Wald vergisst dich nicht
Zwei Augen glühn im schwarzen Tann
Ein Eid zerbricht im letzten Bann
Ein Schuh aus Glas, ein Schnitt ins Bein
Die Krone frisst sich tief hinein
Blut tropft schwer im weißen Kleid
Und tanzt im Kreis der Eisenzeit
Lausch
Der Wald erzählt
Er schreibt mit Knochen in dein Feld
Lausch
Er kennt dein Herz
Er formt aus Angst den alten Schmerz
Grimm
Hier wächst aus Angst die Krone
Grimm
Hier zahlt das Blut den Thron
Kein Happy End, kein mildes Licht
Nur Urteil im Gericht
Grimm
Der Wald spricht dein Gedicht