Gesche Gottfried
„Gesche Gottfried“ ist ein düsterer Song, inspiriert von der historischen Bremer Giftmörderin des 19. Jahrhunderts. Der Text erzählt aus der Perspektive eines Opfers und beleuchtet die verstörende Nähe zwischen Vertrauen und Verrat. Der Song zeichnet das Bild einer scheinbar fürsorglichen Umgebung, in der hinter Ruhe und Frömmigkeit eine stille Bedrohung wächst. Es geht um Täuschung, Abhängigkeit und die Erkenntnis, dass Gefahr manchmal dort entsteht, wo man sich am sichersten fühlt.
Lyrics
Du sitzt bei mir
So ruhig, so nah
Deine Hände warm
Dein Blick ganz klar
Du fragst nicht viel
Du bleibst einfach hier
Und alles in mir
Sagt: vertrau dir
Der Tisch ist sauber
Das Brot ist weich
Dein Lächeln still
Fast gottesgleich
Du sprichst von Ordnung
Von Pflicht, von Zeit
Ich nicke nur
Bin nicht bereit
Die Uhr schlägt nicht
Sie wartet nur
Ich werde müde
Ohne Spur
Du hältst meine Hand
Und sie wird schwer
Du bleibst bei mir
Ich wehre mich nicht mehr
Du nennst es Sorge
Ich nenn es nicht
Ich bleibe still
Und verliere das Licht
Du deckst mich zu
So sorgsam, so fein
Sagst, es wird gleich
Besser sein
Kein Schmerz
Kein Laut
Kein falsches Wort
Nur dieser Druck
Ganz ohne Ort
Der Raum wird klein
Die Luft wird dicht
Du bleibst hier
Und gehst nicht
Du hältst meine Hand
Und sie wird schwer
Dein Blick bleibt ruhig
Er fragt nicht mehr
Kein Schnitt
Kein Blut
Kein Schrei
Nur Zeit
Die sich verbeugt
Du hältst meine Hand
Sie fällt leer
Du bleibst bei mir
Ich bin nicht mehr
13. April 2026
Single
Länge: 04:25
Album
Über den Dingen