Der Wald
„Der Wald“ erzählt von einem Wald, der Kinder in den Nebel lockt, wo kein Licht zurückkehrt und keine Stimme entweichen kann. Ein Lied über Angst, das Verschwinden und den kalten Sog von etwas Uraltem unter den Bäumen.
Lyrics
Der Nebel kriecht, so kalt und schwer,
Der Wald erwacht, er lockt dich sehr.
Die Bäume flüstern, Stimmen leis’,
Sie führen Kinder in den Kreis.
Die Äste knacken, Schritte nah,
Ein Wispern klingt so wunderbar.
Doch hinterm Blatt, in dunkler Nacht,
Wartet der Wald auf seine Macht.
Verloren tief im Dunkelreich,
Kein Weg zurück, kein Lebensstreich.
Der Wald, er frisst die Kinderlein,
Verschlingt sie still, lässt keine frei’n.
Im Nebel liegt das kalte Grab,
Ein düstrer Ort, den keiner mag.
Der Boden schweigt, die Wurzeln zieh’n,
Ein Netz aus Schatten, kaum zu flieh’n.
Der Atem schwer, die Angst so groß,
Der Wald ist kalt und gnadenlos.
Die Sonne sinkt, das Licht vergeht,
Der Wald sein dunkles Lied ersät.
Die Seelen flüstern, kalt und klar,
Von Kindern, die verschwunden war’n.
Verloren tief im Dunkelreich,
Kein Weg zurück, kein Lebensstreich.
Der Wald, er frisst die Kinderlein,
Verschlingt sie still, lässt keine frei’n.
Im Nebel liegt das kalte Grab,
Ein düstrer Ort, den keiner mag.
Kein Licht durchdringt das Blätterdach,
Der Wald verschlingt die leise Schach.
Sein Herz ist schwarz, kein Erbarmen,
Er holt sich Seelen in seinen Armen.
Die Nacht ist lang, das Flüstern schreit,
Der Wald verschluckt die Dunkelheit.
Die Kinderstimmen klingen fern,
Gefangen hier, sie kommen nicht mehr heim.
Wer wagt es tief in Bäume zu geh’n,
Dem wird das Herz im Nebel weh’n.
Der Wald, er lebt, er wacht, er sieht,
Kein Kind, das in ihm untergeht.
Der Wald, er frisst die Kinderlein,
Verschlingt sie still, lässt keine frei’n.
Im Nebel liegt das kalte Grab,
Ein düstrer Ort, den keiner mag.