Der See
Dieser Song erzählt die Geschichte eines Ortes von trügerischer Schönheit. Ein See, still und klar, umgeben von Leben, und doch voller Tiefe, Erinnerungen und Bedrohung. Was idyllisch erscheint, wird zum Spiegel innerer Ängste und unausgesprochener Sehnsüchte. Der Text folgt dem leisen Ruf des Sees, dem Sog einer Präsenz, die mehr weiß, als sie preisgibt. Die Natur ist hier kein Zufluchtsort, sondern eine Macht. Der See wird zum Hüter von Wahrheit, Schuld und Begierde – verführerisch, flüsternd, fordernd.
Lyrics
Die Wiese steht im jungen Grün
Doch etwas flüstert tief darin
Der Himmel hell, das Wasser still
Ein Ort, der mehr als Schönheit will
Im Spiegel liegt ein alter Traum
Ein Ziehen aus dem kühlen Raum
Ich spür den Ruf im weichen Wind
Der See weiß mehr, als wir es sind
Der See trägt meine Furcht ins Licht
Er ruft mich leise, doch er spricht
Von Schatten, die im Grunde ruhn
Von Dingen, die nur nachts geschehn
Der See, er kennt die Wahrheit gut
Er riecht nach Erde, Schmerz und Blut
Er öffnet mir sein kaltes Tor
Und nimmt mich mit ins tiefe Moor
Die Blumen blühn in voller Pracht
Doch unter ihnen wacht die Nacht
Ein Wispern zieht durchs hohe Gras
Als ob es mich schon immer sah
Die Tiefe ruft nach meinem Schritt
Sie lässt mich nicht mehr von ihr fort
Ich ahne, dass sie hungrig ist
Und dass sie längst mein Atmen frisst
Der See trägt meine Furcht ins Licht
Er ruft mich leise, doch er spricht
Von Schatten, die im Grunde ruhn
Von Dingen, die nur nachts geschehn
Der See, er kennt die Wahrheit gut
Er riecht nach Erde, Schmerz und Blut
Er öffnet mir sein kaltes Tor
Und nimmt mich mit ins tiefe Moor
Kein Laut im Wind
Kein Blick zurück
Der See verlangt
Sein altes Stück
Ein kalter Kreis
Ein schwarzer Grund
Ich gebe nach
Sekunde um Sekund
Der See, er nimmt, was niemand sieht
Er kennt den Schwur, den niemand gibt
Er ruft mich heim in seinen Schoß
Und lässt mich nicht mehr gehen