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1971

Der Song ist ein musikalisches Dokument eines Jahres voller Umbrüche. Ein komprimierter Rückblick auf das Jahr 1971, ein Jahr, das laut, rau und prägend war.

Lyrics

Ein General greift nach der Macht  
Uganda bebt, der Westen lacht  
Ein Land zerfällt in Staub und Krieg  
Bangladesch zahlt jeden Sieg  

Brandt verneigt sich, tief und stumm  
Und Frieden kriecht durch Ost-Berlin  
Ein Nobelpreis auf deutschem Grund  
Doch Rote Zellen schießen rund  

Neunzehnhundert – einundsiebzig  
Die Welt ist laut, der Himmel blind  
Neunzehnhundert – einundsiebzig  
Ein neues Zeitalter beginnt  
Mächte fallen  
Völker steh’n  
Flammen zieh’n  
Durch jedes Land  

Die Mauer steht, doch Worte fließen  
Verträge, die den Hass begießen  
Vier Mächte ringen still um Macht  
Berlin liegt weiter unter Wacht  

China lacht – Taiwan geht  
UNO stimmt, der Wind sich dreht  
Ein Land geht unter, ein Volk ersteht  
Im Osten weht ein neuer Planet  

Neunzehnhundert – einundsiebzig  
Die Zeit verschlingt, was niemand kennt  
Neunzehnhundert – einundsiebzig  
Wer Wahrheit sagt, wird ausgegrenzt  
Fäuste fliegen  
Helden fallen  
Krieger weinen –  
Keiner hallt  

Pakistan flieht  
Nach Indien rein  
Millionen gehen –  
Und keiner bleibt  

Frauen wehren sich  
Im eigenen Haus  
Bauen Mauern  
Reißen Ketten raus  

Ali fällt, doch steht erneut  
Ein Boxer, der nicht untergeht  
Mönchengladbach fliegt zum Ziel  
Ein Meister, der Geschichte spielt  

Die Jugend tobt, das Klima ruft  
Der Rauch aus Reaktoren sucht  
Die Wut erwacht, die Fahnen weh’n  
Der Widerstand wird weitergeh’n  

Neunzehnhundert – einundsiebzig  
Die Zeit zerspringt im Widerstand  
Neunzehnhundert – einundsiebzig  
Ein Jahr wie Feuer in der Hand  
Steig empor  
Aus Staub und Leid  
Denn nichts bleibt,  
Wie’s jemals war  

Ein Jahr aus Sturm  
Ein Jahr aus Blut  
Und keiner fragt  
Was bleibt von Mut

18. September 2025

Albumtrack

Länge: 04:19

Album

1971